Projekt Sinapsis III
Einführung eines Repository-Systems an interessierte Schulen

Ausgangslage
Der Ausgangspunkt des Projektes sinapsis I (Laufzeit August 2004 bis Februar 06) hatte zum Ziel, der Digitalisierung von Unterrichtsmaterialien, die infolge technischer Veränderungen an allen Schulen der Sekundarstufe II vorgenommen wird, eine Richtung zu geben. Die Digitalisierung von Unterrichtsfilmen, Dias und Arbeitsblättern ist dann sinnvoll, wenn Qualitätsstandards eingehalten werden und wenn die anschliessende Archivierung und Zurverfügungstellung eine Entwicklung der Kultur der Zusammenarbeit und des offenen Austauschs von Know-how unter den Lehrpersonen einleitet.

Sinapsis II: Dokumentenaustauschsoftware (Repository)
Nachdem im Projekt sinapsis I alle Rahmenbedingungen in Zusammenarbeit mit den beiden Pilotschulen der Kantonsschule Züricher Oberland und Berufsfachschule Rüti, geklärt waren, ging es im Projekt sinapsis II (Laufzeit März 06 bis Juli 07) darum, ein Repository-System zu entwickeln. Diese elektronische Datenablage erlaubt es den verschiedenen Benutzergruppen (Lehrpersonen und Schüler/innen), die an der Schule erarbeiteten und didaktisch aufbereiteten Informationen zu archivieren und mit Katalog- und Volltextsuche rasch aufzufinden und zu nutzen.
Nach zahlreichen nicht ganz zufrieden stellenden Evaluationen von Open-source-Softwarelösungen fiel im Herbst 06 der Entscheid, die Repositorium-Software selbst zu entwickeln.

Ziel des Projektes
Es war von Anfang an klar, dass das Projekt sinapsis ein eigentliches Schulentwicklungsprojekt ist und deshalb der Schwerpunkt auf den organisatorischen und arbeitspsychologischen Fragen liegen muss und weniger auf den technischen. Das digitale Austauschen und Ablegen von Unterrichtsmaterial eröffnet enorme Möglichkeiten im Bereich eines schulischen Wissensmanagements, aber das Umdenken muss in den Köpfen der Lehrpersonen geschehen.
Der Vorteil einer schulinternen Datenbank beim Transfer vom Wissen der alt eingesessenen Lehrpersonen zu den Junglehrerinnen und –lehrern überzeugt jeden Rektor.
Teamarbeit unter den Lehrpersonen zu fördern und sie anzuregen, ihre „goodpractice-Unterrichtsmaterialien“ so aufzubereiten, dass sie auch ihre Kollegen einsetzen oder umgestalten können, kann aber nicht durch die Schulleitung verordnet, sondern muss durch Überzeugungsarbeit über Jahre zu einer selbstverständlichen Schulkultur entwickelt werden.

Sinapsis III
Im Projekt sinapsis III geht es um die Überzeugungsarbeit zu einer Teamkultur.
Zur Information über das Angebot werden die kantonalzürcherischen Schulen der Sekundarstufe II zu mehreren Veranstaltungen eingeladen. Nach einer summarischen Information an den Rektorenkonferenzen werden Multiplikatoren ausgebildet, die als Delegierte der Schulen der Schulleitung einen detaillierten Bericht erstatten. Auf Wunsch der Schule berät ein Team von uns die Schule, die mit sinapsis arbeiten möchten, in organisatorischen und technischen Fragen vor Ort.
Die von uns entwickelte Software, deren Programmierung als auslieferungsbereiter Prototyp in diesen Tagen abgeschlossen sein wird, muss periodisch neuen Dateiformaten und neuen Bedürfnissen angepasst werden. Die Weiterentwicklung der Software und die Beobachtung des Open-Source-Angebots ist neben der Beratung der Hauptgegenstand des Projektes sinapsis III.

Installation von sinapsis
Die Installation des Repositoriums erfolgt auf speziellen Wunsch auf dem schuleigenen Server der kantonalzürcherischen Schulen. Für die Mittelschulen des Kantons Zürich steht die Infrastruktur des Information Managers zur Verfügung, über den die Authentifizierung und die Mutationen abgewickelt werden können. Wir empfehlen deshalb den Mittelschulen, der zentralen Betreuung von sinapsis über den Information Manager den Vorzug zu geben.

Ausserkantonale Schulen
Die Software und die Beratung wird auch Schulen in andern Kantonen angeboten, unter Verrechnung der anfallenden Kosten.